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Abiturienten brauchen kein Mitleid

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16.08.2020

Die „Generation Corona“ genießt zur Zeit wegen ihrer vermeintlich verpassten Chancen größte Anteilnahme. Vor allem die Abiturienten des Jahrgangs 2020 werden bedauert. Doch der verpasste Abiball, das gestrichene „Gap Year“ und die nicht gerade berauschende Aussicht auf ein Online-Erstsemester ruinieren das Leben nicht. Im Gegenteil.

Eine Studie des Münchner Ifo-Instituts zeigt, dass sich Wirtschaftskrisen anders auf die Lebenschancen auswirken als vielfach vermutet. Wer im Jahr einer tiefen Rezession von der Schule abgeht, studiert häufiger als der Abiturient des Vor- oder des Folgejahres, er macht eher seinen Abschluss, bildet sich später fleißiger weiter und ist im Beruf erfolgreicher.

Es ist Zeit, sich den wirklichen Verlierern zuzuwenden: Schülern und Hochschulabsolventen. Wer jetzt noch zur Schule geht, hat schon so viel verpasst, dass das Aufholen schwierig wird. Statt wie in normalen Zeiten 7,4 Stunden täglich, verbrachten die Schülerinnen während des Lockdown durchschnittlich 3,6 Stunden am Tag mit Schulstoff.

Wer aber weniger Unterricht hat, macht schlechtere Abschlüsse, verdient in seinem Leben weniger und ist........

© Der Tagesspiegel


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