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Diese Frau will eine Wissenschaftsmetropole regieren

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11.06.2021

Das ist im zweiten Anlauf ein ziemlich vernichtendes Urteil. An 69 Stellen hat Franziska Giffey in ihrer Doktorarbeit eindeutig gegen gute wissenschaftliche Praxis verstoßen, die Plagiate „prägen“ ihre Arbeit, quantitativ und qualitativ: So der Befund des neuen Prüfgremiums der Freien Universität.

An Deutlichkeit lässt das nichts zu wünschen übrig. Die Rüge für Giffey ist endgültig aufgehoben, ihr Doktortitel definitiv weg – alles andere wäre nicht mehr nachzuvollziehen gewesen.

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Zweieinhalb Jahre hat das Verfahren an der FU gedauert, es kennt nur Verlierer. Die Universität selbst, die sich mit dem Hin und Her blamierte. Die Schwere der Vorwürfe war von Beginn an klar, das Ausmaß wird im neuen Gutachten jetzt auch offenkundig. Umso rätselhafter, dass die FU im ersten Anlauf viel milder urteilte, die Prüfenden damals offenbar kritikwürdige Stellen übersahen. Wie das passieren konnte, wird noch aufzuarbeiten sein.

Dass die Freie Universität das Gutachten öffentlich macht, ist ein später Schritt - aber ein richtiger

In der ganzen Zeit fehlte es von der FU eklatant an Transparenz: Keinen ihrer Schritte hat die Uni öffentlich richtig erklärt. Dass die Uni jetzt erstmals Prüfgutachten von sich aus öffentlich machte, ist ein später Schritt in die richtige Richtung – man kann aber bezweifeln, dass er ausreicht, um den angerichteten Schaden wieder gut zu machen.

Verloren hat auch die Spitzenkandidatin der Berliner SPD. Franziska Giffey hat bestätigt bekommen, dass sie täuschte.........

© Der Tagesspiegel


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