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Impfpriorisierung von Lehrern – das kann nicht die Lösung sein

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23.02.2021

Wie man’s macht, macht man’s falsch. Das zeigt sich geradezu überdeutlich an der veränderten Impfpriorisierung. Dass jetzt Lehrer:innen und Erzieher:innen vorrücken, also schneller dran kommen, hat logischerweise zur Folge, dass andere nach hinten rutschen.

Aber es ist die nachvollziehbare Folge einer politischen Entscheidung - und die ist auch im Sinne des gesamtgesellschaftlichen Zusammenhangs und -halts. Denn die Bedeutung, ja der Wert von Schulen und Kitas bis hinein ins Finanzielle ist enorm. Und gerade hinlänglich diskutiert worden.

Nun also Impfgruppe 2. In der sind zum Beispiel diejenigen sind, die sich einer Chemotherapie unterziehen. Oder die, die in Arztpraxen arbeiten. Diese Gruppen gegen den Schutz an Schulen und in Betreuungseinrichtungen aufzuwiegen, ist harter Stoff. Da hilft gegenwärtig die Erkenntnis auch nicht weiter, dass es alles nur so kommt, weil nicht genügend Impfstoff vorhanden ist; oder weil etwa Hausärzte immer noch nicht ausreichend ins Impfen einbezogen sind.

Man schaue nach Israel: Geimpft wird, wo es irgend geht. Daraus kann man in Deutschland allerdings lernen. Endlich.

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© Der Tagesspiegel


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