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Es liegt nicht an Baerbock allein

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21.09.2021

Der Tag der Abrechnung naht: der Wahltag. Und neben den Unionsparteien blicken dem auch die Grünen mit einer gewissen Bangigkeit entgegen.

Vorbei sind die goldenen Tage nach der Nominierung von Annalena Baerbock als erste grüne Kanzlerkandidatin. Bis zu 28 Prozent in Umfragen, dem politischen Himmel so nah, sprich dem Kanzleramt – davon können sie, die Grünen und Baerbock selbst, heute nur noch träumen.

Zwischendurch waren es sogar Albträume. Wer glaubt noch an eine Kanzlerin Baerbock? Nicht einmal sie selbst. Sie sagt es im Wahlkampf auch gar nicht mehr, sondern formuliert als Ziel eine „Regierung mit starken Grünen“. Das Minimalziel.
Nun ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es so kommt. Grün wird zur ersten Komplementärfarbe. Bloß die Hauptfarbe in der Koalition steht noch nicht fest. Richtig: Das triste Ergebnis der Bundestagswahl 2017 wird die bisher kleinste Oppositionspartei übertreffen; die 8,9 Prozent sind kein Maßstab mehr. Aber eben auch nicht die 20 , ja fast 30 Prozent.

Nach dem Schluss der Wahllokale könnte, wenn nicht persönlich abgerechnet, so doch intern aufgerechnet werden: Was wäre möglich gewesen, wenn … Wenn Baerbock beispielsweise ihre Nebeneinkünfte regelgerecht gemeldet, ihren Lebenslauf überprüft und das Buch nicht veröffentlicht hätte.

Vielleicht sollte die Partei zur Urwahl zurückkehren

Doch den Umfrageabsturz auf den Bronzeplatz, den dritten, ihr allein anzulasten, heißt, die Partei aus........

© Der Tagesspiegel


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