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Das Kanzleramt weckt Erinnerungen ans Ende der Ära Kohl

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23.02.2021

Ob die Christdemokraten es nun lauthals sagen oder hinter vorgehaltener Hand, in der CDU ist Unmut über Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihren Amtschef Helge Braun zu hören. Dem einen oder anderen in der Führung erscheinen die beiden der Lebenswirklichkeit abgewandt, in der sich Millionen Menschen befinden.

Als wüssten sie in der Schaltzentrale der Macht nicht so recht einzuschätzen und einzuordnen, wie es im Lockdown bei denen zugeht, die nicht privilegiert sind im Sinne von: Job, Homeoffce, Homeschooling, alles kein Problem.

Unter Assistenz auch der Unionsfraktionsführung wird bemängelt, dass die Coronakrise zum tatsächlich alles beherrschenden Thema im Kanzleramt geworden sei. Wie in der Endphase der Regierung Kohl umgebe man sich am liebsten mit Getreuen und zudem solchen, die der vorherrschenden Lesart im Umgang mit dem Virus folgten.

Es herrscht ein rauer Ton

In den Sitzungen mit den Ministerpräsident:innen ist diesen Hinweisen zufolge der Ton auch deswegen rauer geworden. Kabinettsmitglieder, die sich zuweilen Zweifel oder abweichende Meinungen erlaubten, täten sich schwer, diese zur Diskussion zu stellen.

Das gilt für die CDU, besonders aber auch für die SPD. Nach außen getragen wurde beispielsweise jüngst der Konflikt um Schulschließungen mit der Schweriner Ministerpräsidentin Manuela........

© Der Tagesspiegel


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