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90 Minuten können eine lange Weile sein

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24.09.2021

40 Prozent der Deutschen wissen noch immer nicht, wen sie am Sonntag wählen sollen. Ob das jetzt, nach dem „Septell“, anders ist? Die Spitzenkandidaten aller im Bundestag vertretenen Parteien waren bei ARD und ZDF zu Gast, denn jetzt geht’s drum. Ein Kampf auf den letzten Metern. Und die Wahl wird zur Qual.

Wie entscheiden: nach Spitzenkandidatur oder nach Partei? Das tun immerhin noch mehr als 30 Prozent der Bürger:innen laut Umfrage; elf Prozent sind es, die vor allem auf die Personen Baerbock und Co. schauen. Und 54 Prozent geben an, dass es ein Inhalt ist, der sie leitet. Was hat das Siebener-Gipfeltreffen dazu erbracht?

Außer schnellem Themenwechsel, der allzu schnelle Reaktionen erforderte. Es waren 90 Minuten, die eine lange Weile wurden. Mit Moderatoren, Tina Hassel, Theo Koll, die die Zeit genommen haben. Wie bei einem Schwimmwettbewerb.

Vielleicht fällt die Wahlentscheidung leichter, wenn man von denen an Platz 1 einen Moment absieht und tatsächlich in die Parteiprogramme schaut. Nur nicht jetzt. Beobachtungen: Markus Söder spricht vor Armin Laschet, dem es dann schwerfällt, noch ganz anderes, Gescheites, zu sagen, wenn er dran ist. Und zwar ohne dass es wieder wie ein Bruderkampf aussieht.

Als könne er die Unterlegenheit der anderen nur schwer ertragen

Olaf Scholz kann, wie zuweilen in größerer Runde, nicht nur ganz ruhig sein, sondern auch sehr schmallippig werden. Das wirkt und klingt dann, als könne er die Unterlegenheit der anderen nur schwer ertragen.

[Wenn Sie alle aktuellen........

© Der Tagesspiegel


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