CDU-Präsidium darf nicht nach Magdeburg: Sechs Punkte gegen die AfD |
Die Absage wirkt vernünftig. Wahlkampf ist doch keine Seminarveranstaltung. Und wenn die Umfragen schlecht sind, kommt man besser ohne Berliner Prominenz aus. So ungefähr dürfte die Logik hinter der Entscheidung lauten, die CDU-Präsidiumsklausur Ende August nicht in Magdeburg stattfinden zu lassen.
Ministerpräsident Sven Schulze wolle, so heißt es, alle Aufmerksamkeit auf seinen Wahlkampf lenken. Das ist nur zu verständlich. Wer wenige Tage vor einer Landtagswahl die Spitzen seiner Bundespartei einlädt, lädt immer auch deren Probleme ein. Davon hat die CDU im Bund derzeit einige.
Stephan-Andreas Casdorff ist Editor-at-Large des Tagesspiegels. Er hätte Sachsen-Anhalts CDU mehr Mut gewünscht, Einfluss zu nehmen auf die Bundes-CDU.
Nur könnte sich die Entscheidung noch als Fehler erweisen. Nicht trotz der Lage in Sachsen-Anhalt, sondern gerade ihretwegen. Da ginge mehr.
Die eigentliche Herausforderung für die CDU besteht dort nämlich nicht nur darin, ein paar Prozentpunkte mehr oder weniger zu erzielen. Die große Herausforderung heißt AfD. Sie liegt in den Umfragen deutlich vor der CDU. Und wird diese AfD nicht in Teilen als gesichert rechtsextremistisch eingestuft? Das geht als Herausforderung weit übers Land hinaus, ist keine Randnotiz, sondern........