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Antisemitismus als neue Normalität?: Eine gefährliche Gewöhnung

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03.05.2026

Es ist der Moment, in dem die Mehrheitsgesellschaft aufhören muss, sich selbst zu beruhigen. Wer die Zahlen liest – 46 von 102 jüdischen Gemeinden melden Vorfälle, 68 Prozent fühlen sich seit dem 7. Oktober unsicherer –, der kann nicht länger so tun, als handele es sich um Randphänomene. Was Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, „neue Normalität“ nennt, ist in Wahrheit ein politisches und moralisches Versagen im Präsens.

Stephan-Andreas Casdorff ist Editor-at-Large des Tagesspiegels. Er warnt vor den Folgen einer Gewöhnung an Antisemitismus und fordert Wachsamkeit der Gesellschaft.

Die erste Pflicht ist Klarheit. Antisemitismus ist kein importiertes Problem, kein temporärer Reflex........

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