Die AfD vor der Macht: Armes Sachsen-Anhalt?

Ich höre immer öfter den zynischen Satz, man solle die AfD doch einfach mal regieren lassen. Dann werde nämlich endlich für jeden sichtbar, was für eine Gurkentruppe das sei.

Mein Impuls ist ein anderer. Ich empfinde vor allem Mitgefühl mit den Menschen in Sachsen-Anhalt. Allerdings bin ich unsicher, ob das ein besonders kluger Impuls ist.

Sebastian Leber ist Reporter im Hauptstadtbüro. Er recherchiert seit Jahren zu politischem Extremismus. Als Kolumnist beschäftigt er sich mit den Widrigkeiten der Gegenwart.

In drei Monaten wird in Sachsen-Anhalt gewählt, die AfD könnte die absolute Mehrheit bekommen. Ein Bundesland mit 2,1 Millionen Einwohnern wird dann Ort eines Experiments. Allerdings eines Experiments, für das sich die Versuchskaninchen mehrheitlich freiwillig gemeldet haben.

Mitgefühl habe ich besonders mit den Menschen, die dann nicht die AfD gewählt haben werden und trotzdem die Folgen ausbaden müssen. Die in Sachsen-Anhalt sowieso schon gegen eine schwierige wirtschaftliche Lage ankämpfen, gegen Arbeitskräftemangel, fortgesetzte Abwanderung und Bevölkerungsschrumpfung. Ausgerechnet die bekommen jetzt obendrauf fünf Jahre AfD-Regierung.

Die Stimmung vor Ort? Schlecht bis panisch

Als Landesminister gelten Extremisten wie Hans-Thomas Tillschneider als sehr wahrscheinlich. Die Partei fürchtet........

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