Appell an Caren Miosga nach Chrupalla-Einladung: „Ausdruck einer weiteren Normalisierung extrem rechter Positionen“ |
Der Ärger begann schon mit Bekanntgabe des Sendungstitels: „Ist Trump ein Vorbild für Deutschland, Herr Chrupalla?“, fragte Caren Miosga vorvergangenes Wochenende in der ARD. Nun haben 50 Medienschaffende und Wissenschaftler einen öffentlichen Appell formuliert, in dem sie scharfe Kritik an der Misoga-Redaktion üben.
Allein die Fragestellung, ob Donald Trump mit seinem Staatsumbau der USA ein Vorbild für Deutschland sein könne, normalisiere eine „autoritäre und gewaltvolle Politik, die offenkundig der Menschenwürde und dem Gleichheitsgrundsatz als zentralen Prinzipien des Grundgesetzes“ widerspreche.
Dazu ausgerechnet den Vertreter einer rechtsextremen Partei zu befragen, von der „bekannt ist, dass sie die Ziele und Methoden Donald Trumps befürwortet“, sorge zwar für Aufmerksamkeit und Reichweite: „Journalistisch verantwortungsvoll ist dieses Vorgehen jedoch nicht.“
Initiiert wurde der Appell von dem Investigativjournalisten und Grimme-Preisträger Silvio Duwe sowie der Autorin Annika Brockschmidt. Sie argumentieren, die Redaktion der Sendung nutze mit ihrer Fragestellung und Gastwahl eine „von Rundfunkbeiträgen finanzierte Plattform, um Akteuren und Ideologien eine Bühne zu bieten, die im Falle eines Wahlsieges nicht zögern dürften, die Pressefreiheit erheblich einzuschränken oder abzuschaffen.“ Die Vorgehensweise sei „Ausdruck einer weiteren Normalisierung extrem rechter, autoritärer, demokratie- und menschenfeindlicher Positionen, die derzeit nicht nur im........