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Wer den öffentlichen Raum verschandelt, der beleidigt engagierte Menschen

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22.07.2021

Bei meinen Spaziergängen im Kiez stoße ich früher oder später garantiert darauf: Müll. Eine versiffte Matratze, Berge von regendurchtränkten Klamotten, die vor der Altkleidertonne rumliegen, eine Kiste mit angeschlagenem Geschirr, die vor einem Hauseingang ihr trauriges Dasein fristet. Und das im durchgentrifizierten Prenzlauer Berg, wegen seiner angeblich vielen schwäbischen Einwohner und deren angeblichem Hang, die Kehrwoche auch hier durchzusetzen, oft mit Häme überzogen.

Wenn ich frühmorgens eine Runde im Volkspark Friedrichshain drehe, haben die fleißigen Müllsammler der BSR schon fast alle Reste vom Vorabend zusammengetragen, hier und da rollt höchstens mal eine leere Sektflasche umher.

Und so wundere ich mich: Warum kümmert es offenbar niemanden, dass der öffentliche (Straßen)-Raum verschandelt wird? Warum wird zugelassen, dass Sofas, ausgemistete Kinderwagen und dergleichen einfach auf dem Bürgersteig landen? Das ist auch eine Beleidigung jener, die sich engagieren, um den Kiez sauberzuhalten, wie beispielsweise die Initiative, die alle zwei Wochen am Arnswalder Platz in der Gruppe reinemacht.

Angst vor dem Blockwart-Vorwurf

Über Müll lässt sich trefflich streiten, zwischen Paaren, Nachbarn, Eltern: Wann wird aufgeräumt, wer bringt die Mülltüte raus? Und welcher Nachbar wirft seine Kartons immer in die Papiertonne, ohne sie kleinzufalten? Die meisten ärgern sich da-rüber, manche hängen Mahnungen im Hausflur........

© Der Tagesspiegel


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