Trump geht es um Einfluss, Öl und Bodenschätze : Der US-Präsident zerstört die Seele Amerikas |
Es war einmal eine Verheißung. Man nannte sie den amerikanischen Traum. Mit ihr verbunden waren Schlagwörter wie Arbeit, Moral, Erfolg, Rechtschaffenheit, Individualismus und Freiheit. Dieser Traum war nicht an Parteien gebunden, nicht an Links und Rechts. Das machte ihn stark und manchmal unwiderstehlich.
Vergangenen Mittwoch erschoss ein Beamter der Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis eine 37-jährige Frau in ihrem Auto. Videos der Tat legen nahe, dass dies gezielt geschah.
Die Regierung aber spricht von Notwehr, Aufstachelung, Gewalt gegen Ordnungskräfte. Außerdem kündigt sie ein hartes Durchgreifen gegen Demonstranten an. Vizepräsident JD Vance sagte, der Schütze genieße „absolute Immunität“ vor einer Strafverfolgung durch den Staat. Es ist der vierte Todesfall seit Beginn der Abschiebekampagne der Regierung von Präsident Donald Trump.
Malte Lehming ist Autor beim Tagesspiegel. Von Ende 2000 bis 2005 war er Chef des Washingtoner Büros der Zeitung.
Das darf nicht wahr sein: Ein schmerzhaftes Unverständnis begleitet den Strom der Nachrichten aus den USA. Flehentlich wird nach Zeichen der Besserung gesucht. Auf wen darf gehofft werden – auf die „checks and balances“, die Opposition, die Bürgerrechtler, Barack Obama, moderate Republikaner? Alles vergebens.
„Die USA haben schon immer zuerst an sich gedacht. Und interveniert, wo es ihnen........