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Politik darf sich erpressen lassen, ausnahmsweise

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21.09.2021

Es gibt die reine Lehre. Ihr zufolge ist die Sache klar. Denn die Grundlage der reinen Lehre findet sich in Sätzen wie: Politik darf sich nicht erpressen lassen. Da könnte ja jeder kommen. Wenn das alle täten. Heute das Klima, morgen die Fahrradwege, übermorgen die Coronaregeln. Und zum Schluss: Was glauben die eigentlich, wer sie sind?

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Sie, das sind vier Hungerstreikende in Berlin. Seit 23 Tagen haben sie nichts gegessen. Es sind sogenannte Klimaaktivisten. Sie fordern ein öffentliches Gespräch mit den drei Kanzlerkandidaten Olaf Scholz, Armin Laschet und Annalena Baerbock noch vor der Bundestagswahl. Als Termin schlagen sie den 23. September um 19 Uhr vor. Sobald sie eine Zusage bekommen, wollen sie den Hungerstreik beenden.

Gravierende gesundheitliche Folgen

Ursprünglich waren es sechs, die die Nahrungsaufnahme verweigerten. Zwei davon mussten die Aktion aus physischen und psychischen Gründen abbrechen. Jetzt sind vier weitere hinzugekommen. Falls das Gespräch nicht stattfindet, wollen einige auch aufs Trinken verzichten. Man muss kein Mediziner sein, um zu ahnen, wie gravierend die gesundheitlichen Folgen – bis hin zu Spätschäden – sein können.

Was immer sich an Einwänden gegen diese Aktion vorbringen lässt, stimmt. Die........

© Der Tagesspiegel


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