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Eine Verschwörung namens Inkompetenz

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23.02.2021

Am Wochenende beim Nordic Walking. An zwei Männern vorbeigelaufen, beide deutlich jünger als der Freizeitsportler. Mitte dreißig der eine, gegen 50 der andere. Ihr Thema: Corona. Dass so viele alte Menschen in den Pflegeheimen starben, das hat die Rentenversicherung so hingefingert, erfahre ich en passant. Sei eine gute Gelegenheit gewesen, die Staatskasse von jahrzehntelangen Zahlungen an immer älter werdende Ruheständler zu entlasten.

Ach ja, und dies: Dass „von der Merkel“ immer neue und immer niedrigere Inzidenzen ins Gespräch gebracht werden, geschieht auf Forderung von Google und Amazon, erfahre ich noch. Die Onlinehändler und all die Zustelldienste von Hermes über DHL profitierten vom Niedergang des stationären Handels. Die Amis, in deren Händen ja das ganze Geschäfte liege, würden sich vor Begeisterung auf die Schenkel klatschen.

Faszinierend an dieser für mich neuen Variante der Verschwörungstheorien war ihre Mischung aus Raffinesse, Hinterhältigkeit und Bestechlichkeit. Diese Bundesrepublik war im Weltbild der zwei verführbar und korrupt, frei von jeder Moral, bar aller nationalen Gefühle, und dabei absolut perfekt. Denn alles, was sich Merkel und ihre Hintermänner da ausgedacht hatten, klappte ja. Nichts wurde dem Zufall überlassen – es war wie ein Schachspiel, bei dem am Ende immer der Bürger matt gesetzt wird.

In einem Staat Orwellscher Prägung könnte das alles genau so geschehen oder geschehen sein. Aber in Deutschland steckt hinter fragwürdigen Entscheidungen in der Regel keine Heimtücke, sondern mangelnder Durchblick, fehlendes Engagement und die Unfähigkeit, unbequeme Entscheidungen zu fällen und zu begründen. Oder mal zuzugeben, dass eine Maßnahme falsch gewesen ist.

Unvorbereitete Pfleger in den........

© Der Tagesspiegel


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