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Das vergessene Land dazwischen

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31.03.2019

Die Ukraine wählt ihren Präsidenten, und es gibt Gründe zur Klage: stagnierende Reformen, Korruption, den Stil der Auseinandersetzungen, Manipulationen. Das liegt am weitgehenden Versagen der politischen Klasse und vor allem am Krieg im Osten des Landes. Aber es gibt auch Gründe für Respektsbekundungen. Egal, wen die Ukrainer zu ihrem nächsten Staatsoberhaupt bestimmen, das Land hat sich zumindest politisch aus der „russischen Welt“, einer Welt von autoritären Machtvertikalen und allgegenwärtigen Kontrollsystemen gelöst.

Die Beziehungen zwischen Kiew und Moskau sind der Schlüssel für eine Stabilisierung der Ukraine. Sie berühren gleichzeitig den Kern der Machtkonzeption Wladimir Putins. Und der heißt „ultra-patriotische Mobilisierung“. Die Ukraine dient dem russischen Präsidenten zur Demonstration von Überlegenheit – nicht nur gegenüber den Nachbarn, sondern auch gegenüber dem Westen. Derzeit sinken die Zustimmungsraten für Putin, auch deshalb braucht er weiter Instabilität in der Ukraine. So kann er den Russen zeigen, dass der Wunsch nach demokratischen Verhältnissen zu Unsicherheit und Chaos führt.

Dies als Unsinn zu entlarven,........

© Der Tagesspiegel