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Warum Frauen dem Fußball mehr helfen als Männer

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18.06.2019

Der Sonntag gilt, religiös gesehen, als heiliger Tag. In Thailand ist er das nun auch aus fußballerischer Perspektive. Als das WM-Duell gegen Schweden vorbei war, jubelten die Thailänderinnen so ausgelassen, als hätten sie statt 1:5 verloren mindestens so hoch gewonnen. Es war die Freude über das erste WM-Tor, erzielt nach feinem Spielzug von Kanjana Sung-Ngoen. Nicht nur Managerin Nualphan Lamsam standen Tränen in den Augen. Was für ein Sonntag!

Sung-Ngoens Tor erinnerte daran, wie schön dieser Sport sein kann, wenn er auf seinen ursprünglichen Kern reduziert wird; wenn der Eindruck entsteht, dass Protagonistinnen auf dem Rasen stehen, die das Spiel lieben, und nicht das Geld, das es verdirbt. Gut, dass so wenig im Frauenfußball steckt, möchte man fast sagen. So schlägt das Fußballherz höher.

Sicher, der monetäre Unterschied, der zwischen Frauen und Männern besteht, ist im 21. Jahrhundert schlicht ein Offenbarungseid. Es bedarf viel mehr Förderung durch die (von Männern dominierten) Verbände, zuvorderst im........

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