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Die Ignoranz und die Hybris der USA beim Abenteuer in Irak schmerzen noch immer

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02.08.2021

Fast wäre es untergegangen: Wieder einmal verkündet ein amerikanischer Präsident das Ende des amerikanischen Kampfeinsatzes in Irak: Joe Biden ist nun schon der dritte US-Präsident. Sicher, es wird sich mehr auf dem Papier abspielen, da die ohnehin nur noch 2500 Mann zum Jahresende umdeklariert werden in Ausbildungstruppen – sie sollen die irakische Armee und die Geheimdienste stärken, um Irans Einfluss und ein Wiedererstarken des IS zu behindern.

Im Westen interessiert das amerikanische Irak-Abenteuer nun noch wenige – aber wenn man dieses von Hybris und Arroganz der Bush-Administration getragene Experiment aus der Nähe miterlebt hat, als Korrespondentin in der Region, kommt selbst nach so vielen Jahren noch der Frust über die Verblendung einer Supermacht hoch.

George W. Bush war der erste, der am 1. Mai 2003 an Bord eines Flugzeugträgers von einer „mission accomplished“ sprach und den Kampfeinsatz für beendet erklärt hatte. Das zeugte schon in dem Augenblick von der gleichen Ignoranz, die den gesamten Angriffskrieg auf Irak auszeichnete.

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Anschließend war es Barack Obama, der das Ende der US-Truppenpräsenz in dem Land am Tigris zum Jahresende 2011 verkündete – er musste sie später aber wieder zurückschicken, weil der IS zu übernehmen drohte. Und nun verkündet Joe Biden erneut das endgültige Ende des Kampfeinsatzes.

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© Der Tagesspiegel


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