Auch Marine Le Pen ist beim Abschied von „La Bardot“ in Saint-Tropez

Wintersonne in Saint-Tropez, Schnee und Glatteis in Paris. An diese zwei Orte also schaut Frankreich an diesem eisigen Mittwoch, so als müsse sich gerade an diesem Tag, bei dieser Live-Übertragung, alles widersprechen. Denn während man im kleinen Luxus-Küstenort an der Côte d’Azur die französische Schauspielerin Brigitte Bardot zu Grabe trägt, versinkt die Hauptstadt im Schneechaos.

Vielleicht sind auch deswegen weit weniger Menschen als viele erwartet hatten, ans Mittelmeer gekommen, dorthin, wo Brigitte Bardot sich 1958 das Anwesen „La Madrague“, ein ehemaliges Fischerhaus am Meer, gekauft hatte, das schnell zum Mekka von Fans und Paparazzi wurde. Eine Zeremonie „ohne viel Schnickschnack“ hatte sie sich gewünscht, orchestriert von ihrer Familie und ihrer Stiftung für Tierschutz. Zutritt nur auf persönliche Einladung.

In der Innenstadt von Saint-Tropez werden trotzdem Leinwände aufgebaut, damit die Einheimischen und angereisten Zuschauer das Geschehen in der Kirche Notre-Dame-de-l’Assomption verfolgen können, wo gegen 11 Uhr ein Korbsarg mit einem großen Gesteck aus orangenen und gelben Margeriten........

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