Jahresrückblick 2025: Dürre, Umweltbewusstsein und ein Anschlag auf die Natur
Deutschland erlebte auch 2025 wieder Wetterextreme: Nach Auswertung der Daten seiner gut 2.000 Wetterstationen bezeichnet der Deutsche Wetterdienst DWD die Trockenheit im Frühjahr als „historisch“, zumindest im Osten. Dass 2025 nicht neuerlich als „Dürrejahr“ wie 2018, 2019 und 2021 in die Geschichtsbücher eingehen wird, lag am Juli und September, die der Wetterdienst als „verbreitet zu nass“ einstuft: Das Wetterjahr endet mit voraussichtlich durchschnittlich 655 Litern Niederschlag je Quadratmeter, ein Minus von 17 Prozent im Vergleich zur international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990.
Trockenes Frühjahr, verregneter Sommer – so ließe sich das Wetter 2025 zusammenfassen. Verglichen zur Referenzperiode war das Jahr um 1,9 Grad zu warm. Damit zählen die abgelaufenen 12 Monate zu den zehn wärmsten Jahren seit Beginn der Aufzeichnungen 1881. Allerdings lag die Temperatur deutlich unter dem, was die Meteorologen noch 2024 gemessen hatten: Da war Deutschland bereits um 2,7 Grad zu warm.
Bemerkenswert war die Hitzewelle Anfang Juli, bei der stellenweise mehr als 39 Grad gemessen wurden: das drittstärkste Hitzeereignis, das der Deutsche Wetterdienst hierzulande bislang registrierte; bis zum Jahr 2014 war die 35-Grad-Marke nie überschritten worden. In einer Attributionsstudie hatte der DWD den Einfluss des Klimawandels untersucht. Ergebnis: Solche Temperaturen gehören mittlerweile zur Normalität im deutschen Sommer, durch den Klimawandel haben sie eine Wiederkehrzeit von 3,9 Jahren.
2025 gab es rund drei Milliarden Euro weniger versicherte Sachschäden als 2024: Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft ermittelte, kam eine Schadenssumme in Höhe von 2,6 Milliarden Euro zusammen. Anders als 2024 blieb Deutschland von größeren Unwetterlagen verschont, es gab beispielsweise keine flächendeckenden Überschwemmungen wie im Vorjahr – als etwa Mitte Mai starke Regenfälle das Saarland sowie Teile von Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg verwüsteten. Anfang Juni 2024 traf es Bayern, im September letzten Jahres dann schon wieder Bayern. In diesem Jahr gab es nur lokale Überschwemmungen, beispielsweise Anfang Juni in Krefeld oder Mönchengladbach.
„Dass es in diesem Jahr weniger Schäden gab, ist Glückssache“, erklärt Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Versicherungsverbandes. Wegen des Klimawandels würden auch in Deutschland Extremwetter-Ereignisse zunehmen, ergo die Gefahr steigen, dass es mehr Sachschäden gibt. „Angesichts der zunehmenden Risiken ist es dringend notwendig, eine ganzheitliche Gefahrenabwehr auszubauen“, forderte Asmussen von der Politik. Dafür hatte der Verband ein Modell namens © der Freitag





















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