Armenien | Armenien: In Leninakan hält sich die Begeisterung für die EU in Grenzen
Die zweitgrößte Stadt Armeniens heißt Gjumri, wie viele ältere Semester in der 1.500 Meter über dem Meeresspiegel liegenden Gegend nenne ich sie aber bei ihrem sowjetischen Namen – Leninakan. Ich nehme mir das heraus, weil die sonst beinahe erloschene KP Armeniens bei der Lokalwahl im April 21 Prozent errang und dem klientelistischen Ex-Bürgermeister Vardan Ghukasjan mit drei nationalpopulistischen Listen zum Comeback verhalf.
Ghukasjan, der mal die Verbrennung von Transsexuellen gefordert hatte, erweckte Aufsehen mit der Forderung, Armenien möge dem Unionsstaat von Russland und Belarus beitreten. Die für Bürgerrechte und EU-Beitritt einstehende „Euroallianz“ scheiterte mit 4,45 Prozent.
Der Zauber des Neubeginns währte nicht lange: Da der abgehörte Oberbürgermeister am Telefon Schmiergeld verlangte, wurde er am 20. Oktober verhaftet, zusammen mit Getreuen wie seinem Großneffen Gework, der eine Demonstration anführte, um die Festnahme zu verhindern.
Trotzdem wird das Wahlergebnis als Menetekel für die........





















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