Antifa gegen Antifa in Leipzig: Droht Connewitz ein schwarzer Tag? |
Fast auf den Tag genau zehn Jahre ist es her, dass sich Hunderte gewaltbereite Neonazis, Hooligans und Kampfsportler verabredeten, um den Leipziger Stadtteil Connewitz zu verwüsten. Die Beteiligten wollten linke Läden angreifen und Jagd auf jeden machen, den sie für links hielten – was ihnen auch zeitweilig gelang. Auch wenn dieser kurze, aber heftige Gewaltexzess mit erheblichen Sachschäden und mehreren verletzten Personen einherging, endete er letztlich mit 200 Festnahmen. Trotzdem gilt der 11. Januar 2016 nicht nur Leipziger*innen als schwarzer Tag für das alternative Viertel.
Ob es Absicht oder Zufall ist, dass Connewitz dieses Wochenende – nah an dem denkwürdigen Jubiläum – ein weiterer schwarzer Tag droht, lässt sich schwer sagen. Zu konfus ist die Lage schon im Vorhinein. Seit Wochen rufen verschiedene Gruppen zu Demonstrationen, Kundgebungen und „Besuchen“ am 17. Januar auf. Alle eint ein Bedürfnis: Sie wollen den Leipziger Stadtteil mit seinen knapp 20.000 Einwohner*innen an diesem Samstag für sich beanspruchen.
Stein des Anstoßes war ein Demo-Aufruf der pro-palästinensischen Leipziger Gruppe Lotta Antifascista, unterstützt von einer weiteren pro-palästinensischen Vereinigung namens Handala. Handala – benannt nach einer Cartoonfigur, die im palästinensischen Kontext zum Befreiungssymbol geworden ist – fiel bis vor kurzem als eingetragener Verein auf, der in Leipzig regelmäßig