Grönland: Mit ein paar Soldaten macht Europa mobil gegen den US-Imperialismus

Man sei sich nicht einig, wolle aber im Gespräch bleiben, erklärte Dänemarks Außenminister Lars Rasmussen am 14. Januar nach dem Treffen im Weißen Haus. Worin besteht der Dissens? Er entzündet sich an der Frage, ob – so deutlich muss man es sagen – ein NATO-Staat einen anderen NATO-Staat filetieren, Grenzen verschieben und notfalls mit militärischer Übermacht Fakten schaffen darf.

Genau das haben die USA mit Blick auf Grönland vor, das völkerrechtlich unstrittig Teil des Königreichs Dänemark ist. Der grönländische Premier Jens-Frederik Nielsen stellt immer wieder klar, die Insel wolle Teil Dänemarks bleiben. Donald Trump entgegnete, das sei allein dessen Problem – er kenne den Mann nicht.

Die bisherige Bündnislogik der NATO war auf die Abwehr äußerer Bedrohungen geeicht, nun sind es innere Differenzen, denen es nicht an einer militärischen Komponente fehlt, die das relativieren, wenn nicht erheblich in........

© der Freitag