Neue Wohnkosten-Regelung: Was mir bei der Grundsicherung besonders Angst macht

Der Januar beginnt für die meisten Menschen mit Rechnungen: Strom, Heizkosten, Betriebskosten. Für Armutsbetroffene steht zudem die jährliche Weiterbewilligung von Sozialleistungen an. Viele sorgen sich, wie ihre Anträge ausgehen werden.

Dieses Jahr kommt für sie zusätzlich noch eine weitere Sorge hinzu: Am Donnerstag berät der Bundestag über den Gesetzentwurf der Bundesregierung für eine neue Grundsicherung. Im März wird der Bundestag voraussichtlich über die Reform entscheiden. Sollte sie beschlossen werden, ist schon jetzt klar: Für viele wird das Leben spürbar härter.

Dabei wird oft übersehen, dass diese Reform sehr unterschiedliche Gruppen trifft. Arbeitssuchende, die Bürgergeld empfangen – aber auch Menschen, die Hilfe zum Lebensunterhalt erhalten, früher als Sozialhilfe bekannt. Das betrifft Ältere oder Personen, die aufgrund von Krankheit oder Behinderung dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen. Die ausgezahlten Gelder sind die gleichen.

Was allen Betroffenen derzeit besonders Angst macht, sind die neuen Regelungen zu den Wohnkosten. Diese müssen aus Sicht der Bundesregierung gesenkt werden. Bezieher*innen sollen demnach frühzeitiger gezwungen werden, in kleinere und günstigere Wohnungen zu ziehen. Die Folge: Alte, kranke, behinderte und andere erwerbsgeminderte Personen haben Angst,........

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