Unerwarteter Dialog mit Trump: Gustavo Petro ist nicht als Nächster dran

Kurz nach dem US-Überfall auf Venezuela und einem zweistündigen Bombardement von Caracas wurde über das nächste militärische Ziel von Donald Trump spekuliert. Am Tag der Entführung von Nicolás Maduro hatte er noch gedroht, Kolumbiens Staatschef Gustavo Petro solle „auf seinen Arsch aufpassen“. Tags darauf legte er nach: Kolumbien werde von einem „kranken Mann“ geführt, der „gern Kokain herstellt und es an die USA verkauft. Das wird er nicht mehr lange tun“.

Dann jedoch wurde der „kranke Mann“ aus den USA angerufen, unmittelbar bevor er auf einer von ihm einberufenen Massenkundgebung in Bogotá auftreten wollte. In dem später von Petro als „historisch“ bezeichneten 55-minütigen Gespräch mit Donald Trump gelang es ihm offenbar, die Gefahr einer Intervention zu bannen. Bis dahin hatten beide ihre Differenzen vorzugsweise über Internetplattformen ausgetragen.

Nun aber erklärte der US-Präsident, dieses Telefonat sei ihm „eine große Ehre“ gewesen, sogar ein Treffen im Weißen Haus stellte er in Aussicht. Solch ein zweifelhafter Ritterschlag ist eher unwahrscheinlich. Bisher haben es dorthin weder die Mexikanerin Claudia Sheinbaum noch Luiz Inácio Lula da Silva aus Brasilien geschafft.

Außerdem, so........

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