We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close
Aa Aa Aa
- A +

Im Gespräch | „Warum ist das so?“

3 2 2
23.05.2020

Seit „Fridays for Future“ sind rebellierende Jugendliche wieder ein Thema. 25 von ihnen haben Christine und Benjamin Knödler porträtiert. Hier sprechen Mutter und Sohn über die Vielfalt von Protesten, Generationenkonflikte und das Ernstnehmen einer einfachen Frage.

Liebe Leserin, lieber Leser,

dieser Artikel ist für Sie kostenlos.
Unabhängiger und kritischer Journalismus braucht aber auch in diesen Zeiten Unterstützung. Wir freuen uns daher, wenn Sie den Freitag hier abonnieren oder 3 Ausgaben gratis testen. Dafür bedanken wir uns schon jetzt bei Ihnen!

Ihre Freitag-Redaktion

Benjamin Knödler: Mehr denn je ist derzeit von Umdenken die Rede. Corona hat uns die Zerbrechlichkeit der Welt und die Sollbruchstellen unserer Gesellschaft vor Augen geführt. Wenn ich mir die Debatten der letzten Wochen anschaue, verblüfft mich immer wieder, wie viele der Themen und Probleme, die wir jetzt diskutieren, von Jugendlichen auf der ganzen Welt bereits seit Jahren aufgegriffen und angegangen worden sind.

Christine Knödler: Vielleicht macht Corona es uns allen schwerer, Probleme zu übersehen. Viele der Jugendlichen waren dazu schon früher nicht mehr bereit und haben entsprechend Lärm gemacht. Doch dafür braucht es Voraussetzungen. Es braucht die Wahrnehmung von Ungerechtigkeit, die Erkenntnis, dass etwas in die falsche Richtung läuft, und den Glauben, dass man etwas verändern kann.

Nun sind dazu ja per se nicht nur Jugendliche in der Lage. Trotzdem schwingt, wenn es um Protest geht, häufig eine Generationenfrage mit. Da wird schnell ein Konflikt zwischen Jung und Alt aufgemacht: Die Jungen kritisieren die Älteren für ihre Untätigkeit, umgekehrt werfen die den Jungen wahlweise Naivität oder eine zu unkritische Herangehensweise vor. Davon scheinen sich die Jugendlichen allerdings........

© der Freitag