Intervention II | Starlink im Iran: Nutzer riskieren ihr Leben für Zugang zum Internet
In weiten Teilen des Iran ist das Internet seit Donnerstag vergangener Woche abgeschaltet, nachdem die Proteste gegen die Regierung immer größer und für das Regime bedrohlicher geworden waren.
In einem kleinen Teil des Landes ist es aber weiterhin möglich, Fotos und Videos nach außen zu übertragen und sogar zu telefonieren. Der Telegram-Kanal Vahid Online beispielsweise veröffentlichte am Montag Fotos von Leichen, die neben einer Straße in Kahrizak am südlichen Stadtrand von Teheran lagen; am Sonntag teilte er ein Video, in dem Iraner bei einer Beerdigung „Tod für Khamenei“ skandierten.
Einige dieser Videos und Nachrichten werden über ein Netzwerk von digitalen Hilfsmitteln übertragen, die entwickelt wurden, um die Zensur zu umgehen – darunter Telegram-Proxys, ein dezentraler Messaging-Dienst namens Delta Chat und ein Browser namens Ceno, wie Amir Rashidi erklärt, ein iranischer Digitalexperte.
Der mit Abstand wichtigste Teil dieses Systems sind Starlink-Terminals, also Satelliten-gestützte Internetzugänge, die in den vergangenen zwei Jahren massenhaft in den Iran geschmuggelt wurden. Diejenigen, die sie nutzen, riskieren ihr Leben. Laut Rashidi gibt es derzeit etwa........
