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Neapolitanisches Glück im Partenope: Frittieren ist die edelste Kochkunst!

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Für meinen Mann bin ich der sturste Mensch der Welt. Warum? Weil ich einfach nicht aufgebe, wenn ich Lust auf etwas ganz Bestimmtes zu essen habe. Ist ein Restaurant voll, das ich mir ausgesucht habe, meist mit vorigem Blick in die Menükarte und einem ausgespähten Lieblings-Testgericht, warte ich lieber eine Stunde draußen oder an der Bar auf einen Platz, bevor ich unverrichteter Dinge nach Hause gehe. In diesem Fall diktiert mein Bauch mir, wonach ihm gerade ist, nicht mein Gehirn.

Kürzlich schrieb ich über das Mangiare in der Arminiusmarkthalle, das angeblich die beste Pizza Fritta der Hauptstadt macht. Leider konnte ich sie nicht probieren, denn als ich hinging, gab es sie nicht. Schade! Im Winter, sagte der Besitzer, nehme er sie wieder auf die Karte.

Tina testet Mangiare in der Markthalle: Die beste Pizza der Stadt gibt es in Berlin-Moabit

Solange wollte ich aber nicht warten. Denn Pizza Fritta, dieses neapolitanische Armengericht, ist pures, frittiertes Glück. Dabei ist das Teiggericht aus der Not heraus entstanden: weil Brennholz für den Pizzaofen in der Nachkriegszeit in Süditalien knapp und teuer war und die Neapolitaner den Teig deshalb in Öl auf dem kleinen Küchenherd ausbackten. Was fast noch besser schmeckt.

Also jammerte ich in meinem Foodie-Bekanntenkreis so lange, bis ich den entscheidenden Tipp bekam: Geh ins Partenope #081, sagte man mir, ein auf neapolitanische Küche spezialisiertes Restaurant in Friedrichshain. Hier werde alles frittiert, was sich auch nur im entferntesten dafür eigne. Selbst die........

© Berliner Zeitung


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