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Warum wurde auf dem ehemaligen Todesstreifen in Mitte heute Roggen geerntet?

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28.07.2022

An der Bernauer Straße, auf dem ehemaligen Berliner Mauerstreifen, rattert ein blauer Mähdrescher über ein gelbes Roggenfeld. Etwa ein Dutzend Touristen haben sich darum versammelt, zum Teil haben sie wirklich keine Ahnung, was hier gerade passiert. Thomas aus Kopenhagen fotografiert die arbeitenden Menschen auf dem Feld und sagt: „Wir sind an der Gedenkstätte Mauer entlanggelaufen, aber ich habe keine Ahnung, warum hier plötzlich diese Roggenernte stattfindet.“

Das kleine Feld neben der Versöhnungskapelle an der Bernauer Straße in Mitte soll Frieden, Freiheit und Versöhnung symbolisieren. Seit 2005 wird auf diesem Areal der ehemaligen Berliner Mauer alljährlich Roggen angebaut, geerntet und das Mehl dann zu Brot verarbeitet. „Es ist ein Kreislauf des Lebens auf einem ehemaligen Todesstreifen“, sagt Axel Klausmeier, Vorstand der Stiftung Berliner Mauer. „Genau darum geht........

© Berliner Zeitung


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