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Vom Regen gerettet: Brandenburg schrammt knapp an einer Katastrophe vorbei

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20.06.2022

Marion Donath hat letzte Nacht gar nicht geschlafen. Sie wohnt eigentlich in Frohnsdorf, aber wurde am Sonntag gebeten, ihr Haus zu verlassen. „Ich habe in der Ferienwohnung einer Freundin übernachtet“, sagt sie, „aber kein Auge zugetan.“ Sie hatte schon länger ihre Tasche gepackt. „Schon am Freitag war ich so weit, aus meinem Haus auszuziehen, da hatte der Wald angefangen zu brennen.“ Die 39-Jährige hatte die Erfahrung aus dem Jahr 2018. „Sobald hier irgendwas brennt, sind wir hier raus.“ Am Montag läuft sie zusammen mit ihrem sechsjährigen Sohn Tim die Karl-Liebknecht-Straße entlang, zurück zu ihrem Haus in Frohnsdorf.

So wie Marion Donath ging es vielen aus dem kleinen Ortsteil von Treuenbrietzen in Brandenburg, die in der Nacht zu Montag aus ihren Häusern mussten. „Das ist keine Übung“, hieß es immer wieder. Alle Einwohner folgten den Anweisungen, die Feuerwehr hatte den Ort schnell evakuiert. Die Gefahr musste niemandem erklärt werden, gerade in Frohnsdorf war die Rauchsäule überall zu sehen. Sie wuchs über dem angrenzenden Wald immer weiter und kam näher. Als sie auf rund einen Kilometer an den Ort heran war, setzte der Regen ein.

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Andrea Metzler findet die wohl passenden Worte am Montagmittag, während der Regen unaufhörlich auf ein provisorisches Zelt tropft: „Der Regen“, sagt die Pressesprecherin des Landkreises, „hat uns hier alle noch mal gerettet.“ Gestern Nachmittag war die Regenwahrscheinlichkeit noch bei........

© Berliner Zeitung


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