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Julian Reichelts neues Videoformat „Achtung Reichelt“: Grünen-Bashing bis zum Abwinken

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14.07.2022

Das Lachen von Julian Reichelt ist irritierend, es ist ein böses „Hehehe“, mit dem er Aussagen von Politikern kommentiert. Er lacht oft in seinen Videos von „Achtung, Reichelt“, die seit zehn Tagen online sind. Zum Beispiel in Minute 1:30 seines neuen Videos über die Grünen. Da hat der Grünen-Politiker Jens Kerstan gerade davon gesprochen, dass „der Bahnverkehr ausgebaut werden muss“, damit Inlandsflüge der Vergangenheit angehören, eine Forderung, die nun wirklich parteiübergreifend Zustimmung findet. Reichelts Lachen danach, direkt in die Kamera, ist kein fröhliches, sondern es sieht etwas verkrampft aus, auf jeden Fall verächtlich – und ein bisschen boshaft.

Nach dem „Hehehe“ sagt er etwas, das auch zusammenfasst, worum es ihm in fast jedem „Achtung“-Video geht: Wenn Jens Kerstan selber fliege, gehe es um Weltoffenheit. „Wer etwas dagegen hat, ist nicht weltoffen, vielleicht ist er sogar rechts.“ Dann wirft Reichelt dem Senator vor, dass der, „der das warme Wasser abstellen will, die kälteste Jahreszeit in seinem Haus auf Mallorca verbringen könnte“. Warum er denkt, der amtierende Umweltsenator habe vor, wochenlang im Ausland zu weilen, erklärt Reichelt nicht.

Und so geht das die ganze Zeit. Vier solcher Videos hat Reichelt bisher mit seiner neuen Produktionsfirma Rome produziert, die Büros liegen zwischen Moritzplatz und Kottbusser Tor. Im ersten Video ging es um Olaf Scholz, der als „Kanzler der langen Schlangen und der Inflation in die Geschichte eingehen wird“. Das zweite........

© Berliner Zeitung


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