We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close
Aa Aa Aa
- A +

Besucher in Treptow am Ehrenmal: Vandalismus vertieft nur alle Wunden

11 3 3
12.04.2022

Berlin - Luca G. ist durch Zufall hier gelandet, er hockt auf dem Fußboden in der gleißenden Montagssonne und blickt sich um. „Ich bin einfach am Park ausgestiegen und herumgelaufen“, sagt der 40-jährige Tourist aus Rom. „Ich wollte wie ein Flaneur sein und bin jetzt erst einmal beeindruckt von dieser Weite.“ Er fragt, was das für ein Denkmal sei, diese 30 Meter hohe Statue dort hinten. Er wusste nichts davon bis er vor ein paar Minuten um die Ecke lief und plötzlich hier stand. Als er von den Schmierereien hört, sagt er: „An meiner Universität in Italien haben sie gerade Dostojevski verboten.“ Er schüttelt den Kopf, das sei komplett verrückt. „Wir können nicht die Menschen und die Kultur eines Landes für die Tagen von Einzelnen verurteilen.“

Am Donnerstag in der vergangenen Woche war es zu Schmierereien am Sowjetischen Ehrenmal gekommen. Direkt am Hauptmonument stand am 7. April auf Englisch in großen Buchstaben „Why?“ (Warum?), an anderen Wänden stand: „Death to all Russians“ (Tod allen Russen), „Putin = Stalin“ und „Ukrainian Blood on Russian Hands“ (Ukrainisches Blut an russischen Händen). Berlins Innensenatorin Iris Spranger hat daraufhin angeordnet, dass mehr Polizei am Denkmal patrouillieren solle. Bisher sind Streifenpolizisten regelmäßig am Denkmal vorbeigefahren.

Berlin: Treptow Ukrainischer Botschafter verurteilt anti-russische Schmierereien am Ehrendenkmal

Ukraine-Krieg Werden am 9. Mai in Berlin Russen den „Tag des Sieges“ feiern?

Jetzt aber, so ein Polizist am Montag zur Berliner........

© Berliner Zeitung


Get it on Google Play