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„Die Journalisten haben die Bilder erzeugt, die sie vorher schon haben wollten“

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27.04.2022

Berlin - Vielleicht ist das die wichtigste Aussage: Nizar Haddad würde im Rückblick eigentlich nichts anders machen. Der 32-Jährige ist Mitglied von Palästina spricht und Mitorganisator der Demonstration am vergangenen Sonnabend. „Ich selbst“, sagt er, „konnte bei mehreren Situationen deeskalierend eingreifen.“ Er habe zudem dafür gesorgt, dass es genügend Ordner gab, die an mehreren Stellen der Versammlung für Ruhe gesorgt haben. Rassismus habe auf der Demo nichts verloren. „Aber leider ist es trotzdem so, dass von rund 1000 Teilnehmern jetzt genau die in den Medien auftauchen, die dumme und unbedachte Aussagen getätigt haben. Das lehnen wir aber ab.“

Nizar Haddad heißt eigentlich anders, aber er befürchtet heftige Angriffe für seine Position und möchte deshalb nur anonym Stellung nehmen. Im Gespräch mit der Berliner Zeitung versucht er eine Schadensbegrenzung nach dem Vorfall am vergangenen Sonnabend. Er hat sich inzwischen mit anderen Organisatoren der Demonstration am Sonnabend verständigt. Neben Palästina spricht waren laut Medienberichten auch andere Organisationen dabei, unter anderem FOR Palestine und das Netzwerk Samidoun, das in Israel dem extremen Spektrum zugeordnet wird. Sie seien aber nicht Teil der Organisation der Veranstaltung gewesen, so Haddad.

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© Berliner Zeitung


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