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Das Oratorium des Kulturministers: „Winterschlacht“ fällt aus

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20.09.2021

Berlin - Anfang der 1950er-Jahre sucht Franz Fühmann nach seinem Platz im Leben. Aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft ist er in die DDR gekommen, findet eine Stellung in der Zentrale der Nationaldemokratischen Partei, die als Sammelbecken für ehemalige NSDAP-Mitglieder, Offiziere der Wehrmacht und Vertriebene gegründet worden ist. Fühmann ist persönlicher Referent des stellvertretenden Parteivorsitzenden, dann Leiter des Arbeitsgebiets Kulturpolitik.

Aber er will Schriftsteller werden, probiert sich an Gedichten, Prosa und Essays. Vielleicht gibt es auch die Möglichkeit, Drehbücher zu schreiben, wer weiß? Die Defa, immer auf der Suche nach jungen Autoren, ist jedenfalls zur Zusammenarbeit bereit. Als erstes soll er Johannes R. Bechers szenisches Oratorium „Winterschlacht“ fürs Kino adaptieren, jenes Drama, das der jetzige DDR-Kulturminister während des Zweiten Weltkrieges im........

© Berliner Zeitung


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