Angst vor Werksschließung: Tesla Gigafactory Grünheide im Krisenwinter |
Es ist ungemütlich geworden in Brandenburg. Wer in diesen Januartagen auf die Gigafactory blickt, sieht zwar rauchende Schlote – oder präziser: dampfende Abluftanlagen –, doch die Euphorie der Anfangstage ist verflogen. Stattdessen macht ein Wort die Runde, das man hier lange für undenkbar hielt: Werksschließung.
Ausgelöst wurde die aktuelle Unruhe durch Berichte des Blogs Schmidtis Blog, die von Medien wie dem Focus und Telepolis prominent aufgegriffen wurden. Die These: Der Standort Grünheide verliere durch die Marktschwäche seine strategische Basis. Tesla-Werksleiter André Thierig hält dagegen und betont, man sei auf einem „guten Kurs“. Doch ein Blick in die Bücher zeigt: Die Gigafactory steht 2026 vor einem perfekten Sturm aus Marktsättigung, Arbeitskampf und ökologischen Altlasten.
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14.01.2026
Die ökonomischen Fakten wiegen schwer. Die Gigafactory wurde konzipiert, um Europa mit dem Model Y zu versorgen. Doch die Nachfrage ist im Jahr 2025 massiv eingebrochen. Laut aktuellen Zulassungsdaten verzeichnete Tesla in Deutschland ein Minus von 48,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Wurden 2024 über 37.500 Fahrzeuge neu zugelassen, waren es 2025 nur noch gut 19.300.
Auch in den europäischen Nachbarländern sieht es düster aus: In