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Die Stimmen zur Union-Niederlage: „Wir müssen froh sein, dass...“

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22.03.2026

Beim Gastspiel in München konnte der 1. FC Union Berlin froh sein, am Ende nur vier Gegentore kassiert zu haben. Kapitän Christopher Trimmel und Trainer Steffen Baumgart sprachen die Defizite im Nachgang klar an. Die Stimmen aus der Mixed Zone und von der Pressekonferenz.

Christopher Trimmel: Wir müssen froh sein, dass die Niederlage nicht noch höher ausgefallen ist. Unsere Selbstkritik ist groß genug, heute haben wir es einfach nicht gut gemacht, so ehrlich müssen wir zu uns selbst sein. Ich bin hier in München schon einige Male unter die Räder gekommen, das gilt es zu akzeptieren, abzuhaken und dann geht es nach der Länderspielpause in eine sehr wichtige Phase der Saison. Zu Beginn des Spiels haben wir noch eine gute Höhe gewählt, wenn wir zugestellt haben, waren wir im Mann-gegen-Mann mutig. Ab Mitte der ersten Halbzeit war unsere Höhe dann nicht mehr ideal, wir haben keinen Druck mehr auf den Gegner ausgeübt.

Wooyeong Jeong: Gegen Bayern ist es immer schwer. In der ersten Halbzeit hatten sie schon viele Chancen, die sie erstmal aber nicht genutzt haben. Nach den zwei Toren kurz vor der Pause sah es dann anders aus. Ich persönlich wollte nach meiner Einwechslung einfach ein gutes Spiel machen, der Trainer hat gesagt, ich solle mein Ding machen und offensiv noch etwas probieren. Ich möchte aber nicht nur Joker sein, sondern in Zukunft auch wieder von Anfang an spielen.

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Steffen Baumgart (auf der Pressekonferenz): Normalerweise sagt man ja immer, dass der Gegner nur so gut war, wie man es selbst zugelassen hat. Heute war es umgekehrt. Wir waren in allen Belangen klar unterlegen. Die Bayern zeichnet momentan nicht nur ihr Spiel mit, sondern auch ihr Spiel gegen den Ball aus. Bayern hat jegliche Ansätze von uns direkt so unterbunden, dass wir gar nicht ins Spiel kamen. Ich könnte jetzt eine Mängelliste meiner Mannschaft aufstellen, würde aber heute lieber darüber sprechen, dass die Bayern einfach klar besser waren.

Vincent Kompany (auf der Pressekonferenz): Ein möglicher Torrekord spielt für uns keine Rolle. Ich spreche nicht gerne darüber und es interessiert mich auch nicht wirklich. Eine Spielart hört aber nicht auf, nur, weil die Saison endet. Wir bereiten uns dabei gleichzeitig auf die nächste Saison vor und wollen deshalb weiter hungrig bleiben. Es geht nicht, dass wir in den letzten Spielen ein bisschen weniger machen und dann glauben, dass wir in der neuen Saison sofort wieder zu alter Form zurückfinden. Deshalb war ich mit dem Auftreten der Mannschaft heute von Anfang bis Ende sehr zufrieden.


© Berliner Zeitung