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Prost! Acht zünftige Berliner Biergärten, um die uns Bayern beneidet

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14.05.2022

Endlich wieder lange Abende und (mehr oder weniger) laue Nächte! Alle Cafés und Restaurants stellen Tische auf den Gehweg, das Leben vor den Häusern wird wieder lauter – die Biergartensaison beginnt. Zeit, ein paar alte Lieblinge wieder zu besuchen und neue Perlen zu entdecken. Okay, zugegeben, in Bayern gehört es dazu, dass man in den Biergarten seine Speisen mitbringen darf. Das ist bei uns so nicht üblich, was aber nicht unbedingt das Schlechteste sein muss: Wer hat schon Lust, einen vollen Picknickkorb durch die halbe Stadt zu schleppen, wenn man vor Ort bestellen und sich bedienen lassen kann? Eben.

Traditionell gehören Bäume zu einem Biergarten, genauer gesagt: Kastanien. Diese wurzeln nicht tief und konnten daher auch die unterirdisch angelegten Bierkeller nicht beschädigen – damals, als es im 19. Jahrhundert in Bayern mit den Biergärten losging und es keine Kühlschränke gab. Der Schatten kühlte die Erde, unter der sich der Keller befand und bot auch den Gästen auf Bänken und Stühlen einen willkommenen Sonnenschutz. Das Prinzip „Bier und Baum“ hat weitgehend überlebt, wenngleich in vielfach modifizierter Form. Wo es sich in Berlin aktuell gut zuprosten lässt, lesen Sie hier.

Der Klassiker unter den Berliner Biergärten, den man wirklich kennen muss, wenn man in der Hauptstadt lebt. Weitläufig und lustig-trubelig geht’s hier zu. Die Geschichte des Biergartens reicht mehr als 150 Jahre zurück: „Manche Anfänge bleiben im Ungefähren. Ein gewisser Porath soll 1837 an der Kastanienallee 7 mit dem Bierausschank begonnen haben. Gesichert ist die Überlieferung, dass die Familie Kalbo 1852 das Etablissement erwarb und ausbaute. Der Aufstieg vom Bier- und Kaffeegarten zur Freizeit- und Vergnügungsgaststätte begann“, schreiben die Prater-Inhaber auf ihrer Website.

Passiert ist viel seither: politische Kundgebungen, Varieté, Operetten, Film-Aufführungen. Nach dem Zweiten Weltkrieg, den der Prater unbeschadet überstanden hatte, zog die Volksbühne vorübergehend hier ein, weil am Rosa-Luxemburg-Platz erst alles wieder aufgebaut werden musste. Kurzum: Der Prater atmet ebenso gesamtdeutsche wie auch Berliner Geschichte.

Geöffnet: täglich bei schönem Wetter,........

© Berliner Zeitung


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