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Selenskyjs Mobilisierungskehrtwende: Mit Putins Modell gegen den Frust im eigenen Land

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25.02.2026

Vier Jahre nach Beginn des russischen Angriffs steht die ukrainische Führung vor einem heiklen Wendepunkt. Präsident Wolodymyr Selenskyj räumt offen Probleme bei der Mobilisierung ein und denkt laut über einen Systemwechsel nach. Weg von der faktischen Dauermobilisierung, hin zu stärker vertraglich geregelten Diensten. Und das nach russischem Vorbild.

In der ukrainischen Gesellschaft wächst der Unmut über die Praxis der sogenannten Busifizierung. Also das teils gewaltsame Aufgreifen Wehrpflichtiger auf offener Straße durch die Einberufungsbehörden (TCK). Lange galt der Begriff offiziell als „russische Propaganda“. Inzwischen benutzt ihn Selenskyj selbst. Bereits Ende Januar beauftragte der ukrainische Staatschef den neuen Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow, „das Problem der Busifizierung zu lösen“. Fedorow kündigte daraufhin eine umfassende Reform der Mobilisierung an, ohne Details zu nennen.

Laut offiziellen Angaben aus Kiew befinden sich rund zwei Millionen wehrpflichtige Männer im Land auf der Flucht vor der Einberufung. Hinzu kommen Hunderttausende Soldaten, die unerlaubt ihre Einheiten verlassen haben.

Mobilisierung in der Ukraine: Mehr Geld als „Zuckerbrot“

Kern der diskutierten Reform in der Ukraine ist ein finanzieller Anreizmechanismus. Selenskyj brachte dabei explizit das russische Modell ins Spiel. „Wenn wir unsere Armee von der Mobilisierung auf Verträge umstellen – so wie Putin das macht. Er zahlt jedem Geld für einen Vertrag. Wir wollen das auch, aber uns fehlen........

© Berliner Zeitung