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Putin gründet Komitee zur Stärkung der Brics-Wirtschaft

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Russland will seine wirtschaftlichen Beziehungen innerhalb der Brics stärker ausbauen. Präsident Wladimir Putin hat dafür ein neues Nationalkomitee für Geschäftszusammenarbeit ins Leben gerufen. Ziel in Moskau ist es, die Zusammenarbeit zwischen russischen Unternehmen und den Regierungen der Brics-Länder zu stärken und neue Handels- und Investitionsprojekte zu fördern.

Vorsitzender des Komitees wird Maxim Oreschkin, stellvertretender Leiter der Präsidialverwaltung und Sonderbeauftragter Putins für finanzwirtschaftliche Kooperationen innerhalb der Brics. Oreschkin soll innerhalb von zwei Monaten die endgültige Zusammensetzung des Gremiums festlegen.

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Die Brics sind ein loser Zusammenschluss der fünf großen nicht-westlichen Länder Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. In den vergangenen Jahren schlossen sich weitere Staaten wie etwa Indonesien, der Iran, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Äthiopien an. Seit ihrer Gründung setzen die Brics auf engere wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit, um die Interessen der Mitgliedsstaaten gegenüber westlich dominierten Institutionen zu stärken.

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Finanz- und wirtschaftspolitische Themen gewinnen innerhalb der Staatengruppe zunehmend an Bedeutung. So werden in Moskau, Peking und Neu-Delhi unter anderem gemeinsame Investitionsplattformen, Handelsmechanismen und der Aufbau einer Edelmetallbörse diskutiert. Die Brics wollen damit neue Wachstumsimpulse schaffen. Ein zentrales Projekt in diesem Zusammenhang ist Brics Pay, ein geplantes grenzüberschreitendes Zahlungssystem, das die Abwicklung von Transaktionen zwischen den Mitgliedsstaaten vereinfachen und die Abhängigkeit vom US-Dollar reduzieren soll.

Das neue russische Komitee soll nun unter anderem Empfehlungen für die russische Regierung erarbeiten, um bilaterale und multilaterale Geschäftsbeziehungen zu den Partnern im Nicht-Westen zu optimieren. Das Komitee soll die Koordination zwischen Wirtschaft und Politik verbessern und Russlands Interessen innerhalb des wachsenden Brics-Blocks stärker vertreten.


© Berliner Zeitung