Drohnenvorfall in Aserbaidschan: Iran-Krieg erreicht den Südkaukasus
Der Krieg im Iran droht sich weiter auszuweiten, diesmal bis in den Südkaukasus. Nachdem Drohnen die aserbaidschanische Exklave Nachtschiwan getroffen haben, hat die Regierung von Präsident Ilham Alijew in Baku Teheran scharf verurteilt und die eigenen Streitkräfte in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Die Vorfälle vom Donnerstag zeigen, wie schnell der Konflikt über seine bisherigen Schauplätze hinausgreifen kann.
Bei den Angriffen wurde unter anderem das Terminal des Flughafens von Nachtschiwan beschädigt. Eine weitere Drohne explodierte in der Nähe einer Schule, mehrere Zivilisten wurden verletzt. Eine dritte Drohne konnte laut aserbaidschanischen Angaben abgeschossen werden. Alijew bezeichnete die Attacke als „Terrorakt“ und verlangte eine Erklärung sowie eine Entschuldigung aus Teheran. Zugleich ordnete er an, die Armee in „volle Gefechtsbereitschaft“ zu versetzen und mögliche Gegenmaßnahmen vorzubereiten.
Aserbaidschan: „Wir erwarten Ergebnisse“
Auch der aserbaidschanische Botschafter in Berlin verurteilte den Vorfall scharf. „Diese Angriffe stellen einen schweren Verstoß gegen die Normen und Prinzipien des Völkerrechts dar“, teilt Nasimi Aghayev der Berliner Zeitung mit. Baku erwarte von der Islamischen Republik eine offizielle Entschuldigung sowie eine transparente Untersuchung des Vorfalls. Zudem erklärt der Botschafter, Aserbaidschan halte weiterhin an einer Politik der guten Nachbarschaft........
