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Brics Pay gegen den Dollar: Auf dem Weg zur eigenen Finanzplattform

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20.03.2026

Die Brics treiben den Aufbau eines unabhängigen Zahlungssystems unaufhaltsam voran. Möglicherweise sogar mit einer neuen Verrechnungseinheit für grenzüberschreitende Transaktionen. Wie eine solche Finanzinfrastruktur aussehen könnte und auf welchen Grundlagen Brics Pay beruhen würde, darüber geben Experten im Onlinemedium TV Brics derzeit Einschätzungen ab.

Bereits im Dezember 2025 warnte Russlands Präsident Wladimir Putin auf eine Frage indischer Journalisten bezüglich der Schaffung einer gemeinsamen Brics-Währung oder alternativer Zahlungssysteme auf Basis nationaler Währungen, dass man in solchen Dingen nicht überstürzt handeln dürfe, um „keine groben Fehler zu machen“. Tatsächlich ist das Vorhaben komplex: Die Brics-Mitgliedstaaten liegen auf verschiedenen Kontinenten, ihre wirtschaftlichen Strukturen, Inflationsraten und Lebensstandards unterscheiden sich erheblich. Für die Einführung einer gemeinsamen Verrechnungseinheit oder eines Zahlungssystems auf Basis nationaler Währungen müssten diese Unterschiede zumindest teilweise angeglichen werden.

Brics Pay: Chancen für gemeinsame Verrechnungseinheit

Dennoch gibt es klare Indikatoren dafür, dass eine solche Entwicklung in absehbarer Zeit möglich ist. So werden zwischen Russland und China bereits über 80 Prozent der Handelsgeschäfte in nationalen Währungen abgewickelt. Insgesamt hat der Handel zwischen den Brics-Staaten inzwischen ein Volumen von mehr als einer Billion US-Dollar erreicht. Weitere Faktoren sprechen für ein einheitliches System: Der steigende Energiebedarf vieler Schwellenländer dürfte den gemeinsamen Handel weiter ankurbeln. Zudem plant die Brics-Gruppe die Einführung einer Getreidebörse, die Prognosen zufolge 30 bis 40 Prozent des globalen Angebots zentraler Getreidesorten bündeln könnte und perspektivisch zu einer umfassenden Rohstoffbörse für Energie und andere Güter ausgebaut........

© Berliner Zeitung