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Urlaub vom Umweltschutz: Berlins Maientage sind das Herz der Helligkeit

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14.05.2022

Rummel, Gras und Messerstechereien: Die Berliner Zeitung wollte hin, wo’s wehtut und erlebte Überraschendes - die Neuköllner Hasenheide ist ein funkelnder Mikrokosmos der Diversität und hat für jeden und jede was zu bieten. Wir haben unsere Erfahrungen und Erlebnisse mit dem Volkspark im Herzen der Stadt zusammengetragen.

Die dumpfen Schläge sind bis ans Paul-Lincke-Ufer zu hören. Es ist 22 Uhr am Samstagabend und das ist das Feuerwerk der Maientage, wie es aus der Hasenheide herüberweht. Es ruft die Speisenden zu sich. Kommt, es muss geachterbahnt, gelost und gegruselt werden. Kommt, rufen die Schläge und das flackernde Leuchten über dem Kaufhof am Hermannplatz. Wirf einen Ball auf eine Dosepyramide! Wir kommen, Maientage.

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Doch erstmal ist es nur dunkel. Auf dem Weg an der Hindutempelruine vorbei gibt es keine Laternen, oder sie wurden alle zerschlagen. So oder so, der Bezirk hüllt den Parkzugang in Dunkel. Versprengte Grüppchen mit eingeschalteten Handy-Taschenlampen kommen uns entgegen, auf dem Weg hat jemand ein Lager mitten im Park aufgeschlagen und macht Feuerchen.

Kann das der Weg zu Berlins größtem Rummel sein, der dieses Jahr zum letzten Mal mitten in der Heide stattfinden soll? Wer es nicht weiß, kann es nicht glauben. Kein Schild, kein Hinweis leiten die Gerufenen. Die Schläge sind mittlerweile verstummt, der Schein des Feuerwerks ist verglommen.

Doch jene, die aus dem Dunkel kommen, bestätigen auf Nachfrage, dass wir richtig sind, mitten im........

© Berliner Zeitung


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