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Erst Astra, dann mRNA: So effektiv ist die Kreuzimpfung

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02.07.2021

Berlin - Erste Dosis Astrazeneca, zweite Dosis Biontech oder Moderna, unabhängig vom Alter: Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat wegen der schnellen Ausbreitung der Delta-Mutante in Deutschland ihre Corona-Impfempfehlung angepasst. Die Expertinnen und Experten begründen diesen „Mix-and-Match“-Ansatz von Vektor- und mRNA-Impfstoff damit, dass die Immunantwort nach dem Verabreichen von zwei verschiedenen Präparaten der Immunantwort nach zwei Dosen Astrazeneca „deutlich überlegen“ sei. Fachleute sprechen von einer Kreuzimpfung oder einem heterologen Impfschema, das in Deutschland zunächst für Menschen unter 60 Jahren empfohlen wurde. Der Hintergrund sind sehr seltene Fälle von Hirnvenenthrombosen, die vor allem bei jüngeren Menschen auftreten können. Seit dem 1. Juli 2021 gilt die Empfehlung für die Vektor-mRNA-Kombi-Impfung mit einem Mindestabstand von vier Wochen für alle Altersgruppen.

Die Wirksamkeit einer heterologen Impfung wurde in den Zulassungsstudien zu den Corona-Impfstoffen nicht untersucht, so dass derzeit streng genommen eine Evidenzlücke besteht, schrieb das Ärzteblatt kürzlich. Über den „Mix-and-Match“-Ansatz gibt es tatsächlich noch keine verlässlichen Erkenntnisse – doch immer mehr Zwischenergebnisse deuten darauf hin, dass eine Kreuzimpfung sicher und vor allem effektiv ist.

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© Berliner Zeitung


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