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Warburg und Wirecard: Für Olaf Scholz kann das böse Erwachen noch kommen

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15.09.2021

Unmittelbar vor der Bundestagswahl verschärft die Opposition den Druck auf SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz. Nach den Grünen, deren Finanzexpertin Lisa Paus deutliche Worte zum ungeklärten Verhalten von Olaf Scholz vor allem in der Hamburger Cum-Ex-Affäre gefunden hat, kritisiert nun auch die FDP die ungeklärte Faktenlage. Florian Toncar, der sich im Wirecard-Ausschuss als Anwalt und Finanzexperte Meriten erwerben konnte, sieht bei Olaf Scholz ein doppeltes Problem. Toncar sagte dieser Zeitung: „Scholz nimmt es mit Regeln und Institutionen nicht so genau. Er hat in mehreren Skandalen gezeigt, dass er Probleme gerne hemdsärmelig löst. Dazu stellt das von ihm organisierte Umfeld sicher, dass er selbst nie Papierspuren in den Akten hinterlässt. Selbst bei Wirecard hat er dienstliche E-Mails auf seinem privaten Account einfach gelöscht. An der Spitze der Bundesregierung brauchen wir aber Leute, die sich absolut korrekt verhalten.“

In der Hamburger Cum-Ex-Affäre ist die Sachlage für Scholz besonders kritisch. Die Warburg-Bank hatte bei der Finanzverwaltung bewirkt, dass diese auf eine Steuerforderung von 47 Millionen Euro verzichtete. Scholz wird vorgeworfen, als Bürgermeister der Hansestadt Einfluss darauf genommen zu haben, dass das Finanzamt die........

© Berliner Zeitung


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