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Dank Trainer Bruno Labbadia Bei Hertha BSC herrscht plötzlich ein ganz neuer Geist

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23.05.2020

Berlin-CharlottenburgEs war eine skurrile Situation, als die Regie im leeren Kessel des Berliner Olympiastadions rechtzeitig vor dem Anpfiff des Derbys Hertha BSC gegen den 1. FC Union traditionell die Vereinshymne „Nur nach Hause geh`n wir nicht“ von Entertainer Frank Zander einspielte. Der Ton haperte, es krächzte irgendwie ins weite Rund und Fans, die nicht nach Hause gehen sollen, waren ja sowieso nicht zugelassen währen der Corona-Krise. Zander, 78, der sich das Geisterspiel zu Hause im Info-Radio anhörte, sang aber fünf Minuten vor Spielbeginn auf Facebook live für seine vielen Anhänger die Hymne. Auf seinem engen Balkon spielte er Stadiongeräusche ein und legte mit seiner Gitarre los. Ein cooler Auftritt.

Hertha BSC spielte allerdings ohne Zuschauer zum zweiten Mal nach dem Re-Start der Bundesliga groß auf und es hat den Anschein, als ob einige Profis befreiter sind ohne den Druck von den Rängen. Aber man kann davon ausgehen, dass auch starke Leistungen möglich sein werden, wenn endlich wieder Fans in die Stadien strömen dürfen. Wann das so sein kann, ist offen.

Die Spieler des 1. FC Union allerdings benötigen wohl dringend das Publikum, das sie vor allem in der engen Alten Försterei nach vorne puscht. Im geisterhaften Olympiastadion kamen sie sich verloren vor und unterlagen einer starken und souveränen Hertha-Mannschaft hoch mit 0:4.

Fakt ist, dass Hertha unter dem neuen Trainer Bruno........

© Berliner Zeitung