We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close
Aa Aa Aa
- A +

Genug gemeckert: Die besten Erfahrungen mit Behörden-Mitarbeitern in Berlin

1 0 0
31.05.2022

Blau ist die Farbe, die alle suchen, wenn sie einen Termin beim Bürgeramt brauchen. Denn Blau sind die Tage unterlegt, an denen man noch einen Termin buchen kann. Meist jedoch (okay: eigentlich immer) sind die einzelnen Tage der kommenden Wochen immer Rot unterlegt. Das bedeutet: Für diesen Tag sind alle Termine ausgebucht. Vorteil: Die Tage, in denen man sich einen halben Tag frei nehmen musste, um einen Ausweis zu beantragen, gibt es nicht mehr. Nachteil: Es gibt keine Termine mehr.

Die Berliner Bürgerämter nehmen sich die Kritik zu Herzen und wollen aufstocken. Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) hat angekündigt, dass es demnächst viel mehr Mitarbeiter geben soll. Bis zu fünf neue Bürgerämter soll es demnächst in Berlin geben. Es sollen 100 neue Mitarbeiter eingestellt werden.

Berliner Verwaltung Berlin soll fünf neue Bürgerämter bekommen

Damit diese auch einmal hören, wie sich zufriedene Kunden anhören, haben wir hier ein paar positive Erlebnisse der letzten Monate zusammengefasst. Haben Sie auch ein Erlebnis? Schreiben Sie uns: Briefe@berliner-zeitung.de.

Der Klassiker: Mein Personalausweis war abgelaufen. Ich bemerkte es natürlich erst Monate danach und kurz vor dem Auslandsurlaub. Hektisch versuchte ich, online einen Termin in einem Berliner Bürgeramt zu bekommen, was sich recht aufregend gestaltete, denn die meisten Ämter waren ausgebucht. Das Bürgeramt Tempelhof hatte noch einen Termin, und mit einem Klick hatte ich ihn auch. Ein Datum und dazu den Hinweis, ich solle bitte pünktlich um 10.54 erscheinen. Ich musste sehr lachen über diese exakte Angabe, denn meine Erfahrungen mit Terminen in der Vergangenheit waren, dass im Grunde nur der Tag verbindlich ist. Ansonsten sollte man mehrere Stunden einplanen, so meine Erfahrung.

An besagtem Tag war ich eine halbe Stunde vor dem Termin im Bürgeramt Tempelhof. Ich hatte ein Buch dabei, eine Zeitung und etwas Proviant, mein Handy und etwas zu trinken. Ich war für einen längeren Aufenthalt gerüstet. Da alles hätte ich mir sparen können, denn um 10.53 Uhr und 58 Sekunden erschien meine Nummer auf dem Display des Wartesaals. Perplex saß ich eine halbe Minute später einer überaus netten Behördenmitarbeiterin gegenüber, die gut gelaunt meinen Ausweis verlängerte, ich konnte mit Karte zahlen, und um 10.58 Uhr stand ich wieder vor dem Rathaus Tempelhof,........

© Berliner Zeitung


Get it on Google Play