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Bumm-Bumm für Boomer: Warum eine neue Loveparade keine gute Idee ist

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06.07.2022

Man kann Matthias Roeingh eigentlich gar nicht genug würdigen, denn Berlin hat dem Mann, der unter seinem Künstlernamen Dr. Motte weltberühmt wurde, sicherlich einen Großteil seines Images als weltoffene und jugendfreundliche Metropole zu verdanken.

Dr. Mottes Loveparade machte nicht nur mit den steifen 80ern Schluss, sondern auch mit dem Bild von Berlin als graue Mauerstadt mit Hinterhofcharme und Außenklo. Die erste Loveparade zog 1989 unter dem Motto „Friede, Freude, Eierkuchen“ vom Bahnhof Zoo über den Kudamm in Richtung Olivaer Platz, und was danach folgte, ist bis heute der Traum einer jeden Agentur für Stadtmarketing. Quasi von selbst wurde die Loveparade zu einem Straßenfestival, das innerhalb weniger Jahre Hunderttausende anzog.

Weltweit berichteten Medien über das Technofest: Das waren die Sommer der Liebe und Berlin ihre neue, bunte Hauptstadt. Der Kalte Krieg war endlich vorbei, Deutschland vereint und wenigstens für einen Samstag im Sommer waren alle Probleme vergessen, wenn Raver und Raverinnen im 120 bpm-Takt in bunten Klamotten und auf bunten Drogen den........

© Berliner Zeitung


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