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Berliner Pride Month: Daddy, Bär, Otter - Glossar zu den Typen der Schwulenszene

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12.07.2022

Der offizielle Pride Month ist in vollem Gange und endet in der kommenden Woche mit dem Christopher Street Day am Sonnabend (23. Juli). Viele Hunderttausend Menschen werden für die große Parade erwartet und natürlich wird auch heftig geflirtet und gefeiert. Traditionell zeigt die LGBTQ -Community dabei auch, was sie hat, will und ist. Otter treffen auf Bären, Gabis auf Dragqueens und Twinks auf Tops und Bottoms? Nichts verstanden? Wir haben hier für Sie, egal welcher sexuellen Ausrichtung Sie sich zugehörig fühlen, ein kleines Glossar erstellt, mit dem Sie sicher durch den Berliner Pride Month kommen.

Klare Rollenverteilungen erleichtern die Partnersuche. So jedenfalls die gängige Idee hinter dem Prinzip „Top/Bottom“, also „oben/unten“. Die Bezeichnung „Top“ bezieht sich allerdings in der Regel nur auf Sex, mit anderen Worten: Wer im Bett den Ton angibt, muss dies nicht auch automatisch außerhalb des Schlafzimmers tun.

Lange Zeit waren die Rollen in der Schwulenszene klar verteilt. Es gab die „Tops“ und die „Bottoms“; jene, die beim Schnackseln aktiv sind, und jene, die den passiven Part genüsslich einnehmen. Das wirkte manchmal auch auf die Rollen außerhalb des Schlafzimmers zurück: Dem möglichst maskulinen „Top“ stand der softere „Bottom“ gegenüber – womöglich war das eine Antwort, die arglose Heteros hören wollten, wenn sie ihre obligatorische Dussel-Frage stellten: „Wer ist eigentlich die Frau in eurer Beziehung?“

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Ein bisschen mehr Klarheit bringt seit einigen Jahren der Begriff „Power Bottom“ in die Sache – Klarheit nämlich, dass es ein eindeutiges „Oben“ und „Unten“ im Schwulenbettchen gar nicht gibt: Der „Power Bottom“ ist technisch gesehen passiv, nimmt im übertragenen Sinne aber die Rolle des Aktiven ein, gibt trotz seiner gebückten Haltung den Ton an und sagt, wie der Hase läuft.

Kaum eine Homo-Kategorie ist so einfach erklärt wie der „Daddy“: Ein „Daddy“ ist........

© Berliner Zeitung


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