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Europa drohen 100 Milliarden Mehrkosten für Gas: Kommen jetzt neue Schulden?

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02.04.2026

Eine Verdopplung der Gaspreise würde die europäischen Gasimportkosten binnen eines Jahres um etwa 100 Milliarden Euro erhöhen, obwohl Europa von der Iran-Krise nur indirekt betroffen ist.Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Analyse des Brüsseler Thinktanks Bruegel, einer der einflussreichsten Stimmen in der europäischen Energiepolitik. Im Jahr 2025 gab die EU demnach 117 Milliarden Euro für Gasimporte aus.

LNG wird global umgeleitet – und Europa zahlt den Preis

Zwar stammen nur rund acht Prozent der europäischen LNG-Importe aus Katar. Das entspricht einem Anteil von etwa vier Prozent an allen Gasimporten der EU, inklusive der Pipeline-Mengen. Anders als in der Energiekrise 2022 nach dem russischen Angriff auf die Ukraine ist die Gasversorgung der EU daher nicht unmittelbar gefährdet.

„Keine Wahl“: Verbündete der USA greifen aus Not zu russischem Öl

LNG plötzlich zu teuer: Hat sich Europa beim Flüssigerdgas verrechnet?

Doch Flüssigerdgas ist kein regionaler Energieträger, sondern ein global gehandelter Rohstoff. Da ein erheblicher Teil des Angebots aus dem Nahen Osten ausfällt, konkurrieren Käufer weltweit um die verbleibenden Mengen – unabhängig davon, wo die Krise tatsächlich stattfindet. Die Folge: Die Börsenpreise sind auch für Europa gestiegen – zuletzt auf rund 50 bis 60 Euro je Megawattstunde. Zum Vergleich: Zum Jahreswechsel lag der Gaspreis an der europäischen Börse TTF noch unter 30 Euro.

Preisdeckel locken – doch genau davor warnen die Experten

„Die EU muss sich daher auf einen längeren Zeitraum höherer Gaspreise und eine mögliche Verknappung des globalen LNG-Angebots........

© Berliner Zeitung