„Dort, wo es ARD und ZDF wehtut, sollte man weitermachen“: Medienkolumnisten des Berliner Verlags starten Podcast

Sie haben viel zu sagen, und sie halten sich nicht zurück: Seit Mai letzten Jahres schreiben unsere vier Medienkolumnisten immer abwechselnd am Dienstag ihre Ansichten und Recherchen zu Entwicklungen im großen Bereich der Medien und vor allem beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk auf – und liefern unseren Lesern damit kurzweiligen und spannenden Lesestoff auch zu einem Thema, das dieser Tage viele Menschen in Deutschland umtreibt: die Qualität des ÖRR und wie und ob er seinen Auftrag noch erfüllt. Kann er sich überhaupt und wird er sich reformieren? Was wären die Modelle für eine Grundüberholung dieser Institution – und lässt seine aufgeblähte Struktur so eine Neuaufstellung überhaupt zu?

Erhellend und kurzweilig schreiben jeweils Annekatrin Mücke, Alexander Teske, Ole Skambraks und Peter Welchering ihre Texte dazu – und werden ihre Erkenntnisse nun auch in einen Podcast einfließen lassen. Denn sie alle haben lange im oder für den ÖRR und dessen verschiedene Anstalten und Produktionsfirmen gearbeitet, bringen profunde Insiderkenntnisse und schlechte Erfahrungen mit. Vor allem aber müssen sie keine Rücksicht mehr nehmen, sie sind nicht mehr gebunden an den ÖRR. Sie dürfen aufs Vollste kritisch, ehrlich, authentisch und auch wütend sein – und müssen keine Angst haben, gecancelt zu werden.

So wie Ole Skambraks, der zunächst nicht zur Stammtruppe des Podcasts gehörte, wohl aber zum Medienkolumnisten-Team der Berliner Zeitung. Vor fünf Jahren vom SWR gekündigt, weil er 2021 in einem offenen Brief die Corona-Berichterstattung des ÖRR kritisierte, wurde ihm daraufhin fristlos gekündigt vom SWR. Skambraks hat zudem auch das „Manifest für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland“ unterzeichnet und wird der erste Gast der Podcasts-Hosts und ihrer Auftaktfolge sein. Dort will er  ausführlich über seine ÖRR-Erfahrungen berichten und danach selbst regelmäßig bei „Sachlich richtig“ zu erleben sein.

Ihren Podcast hatten Mücke, Teske und Welchering vor der Kooperation mit dem Berliner Verlag vor acht Monaten schon selbst aufgelegt. Bei YouTube, wo er ebenfalls abrufbar ist, sind sie inzwischen bei........

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