So reagieren die Fans auf das Baumgart-Aus beim 1. FC Union Berlin |
Es kam wie ein Schock in der Nacht vom Sonnabend auf Sonntag. Der 1. FC Union Berlin entlässt Trainer Steffen Baumgart, nachdem der es am Nachmittag nicht vermocht hatte, sein Team zu einem Sieg gegen den 1. FC Heidenheim zu coachen. Die 1:3-Niederlage beim Tabellenletzten gab der sportlichen Führung um Geschäftsführer Horst Heldt Anlass, die Reißleine zu ziehen.
Baumgart Entlassung stößt auf Unverständnis
In den sozialen Medien stößt der Verein mit dieser Entscheidung kurz vor Saisonende durchaus auf Verwunderung. Trotz der jüngsten Negativserie sind sich viele Fans sicher, dass die Eisernen bei sieben Punkten Vorsprung auf den FC St. Pauli auf dem Relegationsplatz auch mit Baumgart die Klasse hätten halten können.Gerade Fans anderer Vereine können die Entlassung Baumgarts daher nicht nachvollziehen. Auf Instagram ist in vielen Kommentarspalten Verwunderung zu lesen: „Kann ich echt nicht verstehen“, schreibt ein Nutzer, „wie unnötig“, schreibt ein anderer. Nutzer @MarcoFCA schreibt auf X, ehemals Twitter: „Ich verstehe den Zeitpunkt nicht. Klassenerhalt so gut wie sicher und den Vertrag im Januar verlängert (wobei da wahrscheinlich nur eine mögliche Abfindung ausgehandelt wurde). Dann mach doch den Cut im Sommer.“
Ich verstehe den Zeitpunkt nicht.Klassenerhalt so gut wie sicher und den Vertrag im Januar verlängert (wobei da wahrscheinlich nur eine mögliche Abfindung ausgehandelt wurde).Dann mach doch den cut im Sommer https://t.co/EBQcm4Sjks— Papa (@MarcoFCA) April 11, 2026
Ich verstehe den Zeitpunkt nicht.Klassenerhalt so gut wie sicher und den Vertrag im Januar verlängert (wobei da wahrscheinlich nur eine mögliche Abfindung ausgehandelt wurde).Dann mach doch den cut im Sommer https://t.co/EBQcm4Sjks
Unioner froh über Trainerwechsel
Aber sehen diese Leute einfach nicht genug Union-Spiele? Gerade Fans der Eisernen sind es nämlich, die sich als Befürworter der Entscheidung entpuppen. „Hast du mal gesehen, wie wir spielen?“, entgegnet beispielsweise ein User auf einen Kommentar, der die Entscheidung hinterfragt hatte.Insbesondere auf X finden sich unter dem genannten Post viele Unioner zusammen, die die Entscheidung gegen Baumgart befürworten. „Ich versteh das alles und bin so glücklich. Wir haben nur Scheiße gespielt, zwischen Spieler und Trainer gab es kein gutes Verhältnis, und lieber jetzt gehen lassen und neue Impulse setzen, als damit in die Sommerpause zu gehen“, erklärt @wegenmaik. In die gleiche Richtung gehen weitere Kommentare: „Seit dem 1.1. spielen wir wirklich scheiß Fußball... also für unser Niveau unterirdisch“ oder „Man hätte erst gar nicht verlängern dürfen mit Herrn Baumgart“, heißt es da. Und ein User öffnet eine weitere Ebene bei der Entscheidung: „Finde den Zeitpunkt gut, weil ja auch schon kommuniziert wurde, dass Eta weiterhin im Verein bleibt. 1. Keinen ‚Dead man walking‘ an der Seitenlinie stehen haben und 2. Man sorgt für ein gutes Image, da man der erste Verein ist, der eine Frau zur Cheftrainerin ernannt hat.“
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Marie-Louise Eta wird im Netz gefeiert
Tatsächlich erhält der Klub im Netz viel Lob für die Ernennung von Marie-Louise Eta zur neuen Trainerin bis Saisonende. Die Dresdenerin trainiert eigentlich die U19 des Vereins und wird ab Sommer Cheftrainerin der Frauen beim 1. FC Union Berlin. Nun soll sie jedoch erst einmal den Klassenerhalt bei den Männern in der Bundesliga sichern. Damit wird Eta die erste weibliche Cheftrainerin in der Bundesliga der Männer – und überhaupt in den europäischen Topligen.
Ich finde es bemerkenswert, dass Union nicht selbst darauf hinweist, dass sie die erste Trainerin der Bundesligageschichte ist. Man lässt keinen Zweifel daran: Kompetenz ist wichtiger als Geschlecht. Gut gelöst. https://t.co/sWqcCqy1Nt— Mattheus Berg (@MattheusBerg) April 12, 2026
Ich finde es bemerkenswert, dass Union nicht selbst darauf hinweist, dass sie die erste Trainerin der Bundesligageschichte ist. Man lässt keinen Zweifel daran: Kompetenz ist wichtiger als Geschlecht. Gut gelöst. https://t.co/sWqcCqy1Nt
In den sozialen Medien liest man viele Glückwünsche an die Trainerin. „Wir lieben sie“, ist einer der ersten Kommentare unter dem Ankündigungspost von Union auf X. Auf Instagram verkündet ein Unioner: „Wow, ich bin einfach so unfassbar glücklich, ein Unioner zu sein. Unter vielen Punkten, aber zum Beispiel, dass einfach auch mal eine Frau ans Steuer darf/kann, weil was ein Mann schafft, kann auch eine Frau schaffen. Könnte jetzt noch tausende Zeilen schreiben... einfach prettyyyyyyyy.“Viele Nutzer betonen, dass Eta den Job durch gute Arbeit erlangt habe. „Man lässt keinen Zweifel daran: Kompetenz ist wichtiger als Geschlecht“, schreibt etwa @MattheusBerg. „Total verdient, ich freue mich schon zu sehen, wie sie sich macht“, schreibt der englischsprachige Account @nocontextfm1.